Es ist endlich soweit: Der zweite Teil der Blogparade „Wer bloggt da?“ schafft es auf meinen Blog. Diesmal geht es um das Thema Social Media und ich freue mich schon darauf, die nachfolgenden Fragen zu beantworten.

Jasmin von Jasmins Little Lifestyle Blog hat die Blogparade „Wer bloggt da?“ mit der Intention, den Menschen hinter dem Blog besser kennenzulernen, ins Leben gerufen. Gemeinsam mit über dreißig anderen Bloggern darf ich nun ein Teil dieser Parade sein und hoffe, dass ihr sowohl heute, als auch in Zukunft Spaß an meinen Beiträgen haben werdet. 😊

In Teil 1 der Parade haben wir, die anderen Teilnehmer und ich, allgemeine Fragen behandelt. Dabei kam bereits zum Start ein guter Batzen Text raus. 😁

Social Media – Fluch oder Segen? Himmel oder Hölle? Eine Frage, welche man wohl von unheimlich vielen Seiten beleuchten könnte, vielleicht gar sollte oder müsste. Von vielen wird dieses Thema negativ dargestellt. Häufig lese ich von den bösen Plattformen, den „(a)sozialen Medien“, welche Kinder, Teenager und junge Erwachsene in den Wahnsinn treiben, ihnen ihr Geld rauben und falsche Vorbilder hervorbringen. Ein Leben zeigen, in dem es egal ist, ob man einen Abschluss hat oder nicht, denn man macht mal eben fix ein Selfie mit der gesponserten Kamera, photoshoppt sich prallere Brüste, entfernt den Pickel auf der Stirn und let’s go – möge es Likes regnen.

Einerseits kann ich diese Art von Ansicht nachvollziehen, da man von außen nie mitbekommt, was wirklich hinter den Kulissen passiert, wenn einem keine Einblicke gewährt werden (die nicht rosarot aufgemacht sind). Wir Menschen urteilen nunmal gern sehr schnell und meist auch völlig unüberlegt. Andererseits macht mich diese Ansicht traurig, denn abgesehen davon, dass es immer sehr einfach ist die eigene Schuld und „das eigene Versagen“ irgendwem anders in die Schuhe schieben zu wollen und andere dafür verantwortlich zu machen: So einfach ist das Ganze dann doch nicht. Denn irgendwie muss man auch zu der Position gekommen sein, um diese Art von Erfolg zu haben. Natürlich gibt es in den Medien auch Persönlichkeiten, bei denen man sich fragt, welches Talent dieser „Star“ nun hat, sodass er monatlich so viel Geld scheffelt, aber Fakt ist: Diese Art von Personen gibt es auch in unserem normalen Alltag. Wir alle kennen diesen einen Menschen (na, meist sind es doch mehr, als einem lieb sind), bei dem wir uns fragen, wie er/sie der Lehrerliebling sein kann, warum niemand hinter die nette Maske blickt oder wie er/sie diesen Job mit der (nicht vorhandenen) Leistung überhaupt hält. So zu tun, als wäre jeder Schüler, jeder Student und jeder Arbeitnehmer solch ein hart arbeitender Mensch, der sich tagtäglich halb totschuftet ist einfach schlichtweg falsch. Wie oft heißt es „XY schaukelt tagtäglich nur die Eier und drückt mir immer die Arbeit auf“ oder „Och, nö, ich mache nur das Nötigste und gehe dann heim“. Das sind Dinge, über die man nachdenken sollte, bevor man mit Steinen wirft.

Selbstverständlich gibt es, wie bei allem (!), auch in den sozialen Netzwerken Dinge, welche belastend sind/sein können und natürlich birgt diese Welt auch Gefahren. Aber es gibt mehr, als nur eine Seite. Es gibt so unheimlich viele schöne Seiten an Social Media. Man lernt neue Menschen kennen, die sich für die gleichen Dinge interessieren, wie man selbst. Man kann sich entfalten, neue Dinge entdecken, sich Wissen aneignen, vernetzen. Sich etwas eigenes aufbauen und so viel mehr.
Wenn alles nur schwarz wäre…wieso sind die sozialen Medien dann so erfolgreich und aus dem Alltag (und auch Arbeitstag) der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken?

Ich denke, dass ich dieses Thema in Zukunft nochmal separat behandeln werde, da mir massig dazu einfällt. Schließlich soll dieser Beitrag keine Kolumne werden, sondern ein Q&A! 😄

1. Auf welchen Social-Media-Plattformen bist du aktiv?
In Laufe meines Lebens war ich wahrscheinlich auf jeder Plattform, die man sich vorstellen kann. Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Geblieben sind mir Instagram, Facebook, Twitter, YouTube und Pinterest – wobei ich mich erstmal wirklich mit Pinterest beschäftigen muss (kann ja was werden). Google+ nutze ich auch, allerdings nicht zur vollen Kapazität, denn auch damit müsste ich mich auseinandersetzen. Es scheint aber auch so, als wäre Google+ in Deutschland (zumindest in der Bloggerszene) keine große Sache – oder habe ich etwas nicht mitbekommen?

2. Welches ist deine liebste Social-Media-Plattform?
YouTube und Instagram.
Instagram ist für mich mehr, als eine Plattform mit Bildchen. Instagram für mich oftmals eine Art Rückzugsort unter den verschiedenen Plattformen, wenn mir der Rest der sozialen Netzwerke wie Twitter oder Facebook zu trist und eintönig erscheinen. Auf Instagram gibt es so viel, es gibt einfach alles. Möchte ich mir Bilder und Videos zu einem bestimmten Thema anschauen, dann ist es mit zwei Klicks geschehen. Ich bekomme Millionen Suchergebnisse angezeigt und kann entspannen.
Gleichzeitig motiviert mich Instagram auch in vielen Fällen enorm. Habe ich beispielsweise ein Tief, was Make-up, bzw. das Schminken angeht, scrolle ich mich durch diverse Make-up-Feeds und bin immer wieder aufs Neue von der Kreativität anderer begeistert, inspiriert und motiviert. Dies führt dazu, dass ich anschließend ebenfalls so bald wie möglich neue Looks kreieren möchte. Auch die hübsch aufgemachten Bildbeschreibungen gefallen mir gut und sind ebenso eine kleine Muse. Auch, wenn Instagram mir seit dem neuen Algorhythmus keinen Gefallen getan hat – weder was die Statistik angeht, noch in dem Bereich, wenn es darum geht, was mir angezeigt wird und was nicht (manchmal könnte ich einfach nur austicken): Ich liebe es dennoch.

Wie bereits erwähnt gehört neben Instagram auch YouTube mein Herz. Ich schaue mir eigentlich täglich verschiedenste Videos an (wenn ich es zeitlich hinbekomme, aber mindestens während meiner Abendroutine läuft immer irgendein Video) und werde auch dort enorm inspiriert und motiviert. Hier gilt dasselbe wie für Instagram: Ich bin immer wieder geflasht.
Auch auf YouTube gibt es Abermillionen Videos zu Unmengen an Themen. Es ist für jeden was dabei und die (oftmals) mühe- und liebevoll aufgenommenen Videos heben meine Stimmung, geben mir das Gefühl von „Das kannst du auch!“. Es ist immer wieder erstaunlich, welch ein Gemeinschaftsgefühl man in einigen Nischen hat. Diese Art von Gemeinschaft blieb mir bisweilen sogar im „real life“ verwehrt.

Ich würde sogar sagen, dass YouTube für mich den ersten Platz belegt. Den zweiten belegt Instagram.

3. Was stört dich an Social Media?
Die Wandlung, die die Zeit nunmal mit sich bringt und die Teile von Social Media, die einfach nur aus Gier und Geldgeilheit entstanden sind, denn das merkt man bei soooo vielen einfach innerhalb von 0,0001 Sekunden. Ich kann es nicht leiden, wenn ich Content sehe, der schlicht und ergreifend „ausgekotzt“ und direkt gepostet wurde. Bei Instagram ist es etwas anderes, aber beispielsweise auf Blogs und in Videos…ist es einfach nur schade.

Auch er Wandel der Zeit geht nicht spurlos und unbemerkt an einem vorbei, wenn man so, wie ich, schon seit 11 Jahren im Internet aktiv ist und so ziemlich überall angemeldet war.
Früher war alles vernetzter, nahbarer und zwischendurch sogar noch familiär(er). Heutzutage fühlt es sich oftmals so an, als kommunizierte man mit einer Wand, wenn man Kommentare hinterlässt. Es kommt einfach keine Antwort, geschweige denn nimmt sich jemand die Zeit, um ebenfalls einen Kommentar zu verfassen. Man ist zu cool für solcherlei Dinge. Dies gilt auch für das Schließen von (Inernet-)Freundschaften. Ich empfand es früher als viel einfacher. Damals habe ich so viele Kontakte geknüpft, war in so vielen Chats und Foren unterwegs, hatte meine Gruppen, in welchen wir bis spät in die Nacht gecamt haben – Kennt es noch jemand? 😁 –, zogen sogar gemeinsam Sites auf und jetzt? Was ist jetzt? Was ist daraus geworden?
Jetzt ist es schon dreist und ein Ding der Unmöglichkeit sich Freundschaftskreisen anzuschließen, wenn man auf das Wave-Gotik-Treffen gehen möchte und einen „Guide“ sucht, der einem einfach ein paar Ecken zeigt. Ecken, an welchen er so oder so vorbeigehen würde, um an sein Ziel zu gelangen.
Heute muss man 100.000 Instagram-Follower haben, um etwas wert zu sein. Ist man nicht „fancy“, so gleicht man dem dritten Stand zu Zeiten der französischen Revolution.
Man ist nichts.

Eine weitere Sache, welche mich ärgert ist, dass man als kleiner Blogger/YouTuber schon beinahe keine Chance mehr hat, irgendwann einmal zu wachsen, groß zu werden, da die Social-Media-Plattformen die Großen noch weiter pushen und den Kleinen nichts geben. Eher im Gegenteil: Sie nehmen ihnen das letzte Bisschen Traffic, indem jegliche Chance, dass andere Menschen den Beitrag sehen, den man mit Mühe teilt, einfach weg.
Von den großen Influencern ist „Ihr müsst euch einfach dahinterklemmen“ zu dem Thema so leicht gesagt. „Einfach“ etwas machen ist aber schonmal die größte Lüge, denn „einfach“ ist nichts, sonst wäre jeder groß, nicht wahr? Aber es ist für Influencer mit 60.000, 200.000, 800.000, 1.000.000 Followern natürlich „einfach“ gesagt, da sie auf jeder Plattform oben angezeigt werden. Geht man auf YouTube, dann erscheint einem oben nicht die kleine Svenja mit ihren 68 Abos, sondern Influencer XY mit 684.296 Abos. Auf Instagram werden einem zu Beginn auch nicht die Profile von Janis und Clara aus der Nachbarschaft angezeigt, sondern von Fußballer XY mit 6 Millionen Followern. Klar ist es da „einfach“, wenn man mal zwei Wochen nichts postet. Man ist sowieso oben. Die Statistik fällt nicht auf einmal. Wenn die Bilder zuvor Dreimillionen Likes hatten, dann hat das nächste Bild, das nach zwei Wochen hochgeladen wird, nicht auf einmal nur noch 200.000.
Man sollte sich auch vor Augen halten, dass die meisten Blogger/YouTuber/whatever einen Vollzeitjob haben und somit nicht die Zeit, jeden Tag Instagram-Bilder shooten, neuen Content verfassen/aufnehmen und sich zusätzlich noch um viel Traffic kümmern kann. Dass die sozialen Netzwerke jetzt zusätzlich noch Steine einladen, um sie uns in den Weg zu legen, finde ich nicht gerade sozial. Und Zusammenhalt zwischen den Bloggern und Co.? Hilfe? Nö. Wieso auch. Von wem auch.

4. Wie viel zeit verbringst du täglich am Handy?
Ganz ehrlich? Ich hänge eigentlich ständig am Handy. Ständig wird Instagram aktualisiert, ständig muss Facebook gecheckt werden – immerhin könnte jemand gepostet haben, wo er gerade ist und das muss man ja auf jeden Fall wissen – und in WhatsApp muss man daueronline sein, damit sich niemand beschwert.
Verdammt, ich verbringe viel zu viel Zeit damit. Und dann überwiegend nicht einmal nachhaltig. Es wird durchgescrollt, hier und da wird geliket, hier wird jemand auf einem lustigen Video markiert und das war es. Dieses Verhalten möchte ich jedoch ändern. Ich möchte meine „Handyzeit“ reduzieren und die Zeit, die ich dort verbringe, möchte ich nicht wieterhin verschwenden, indem ich einfach nur herumschaue, sondern aktiver werden, um mich zu vernetzen.

5. Welches Handy hast du und warum?
#teamapple 🍎
Bis zu dem Zeitpunkt, an welchem ich mir mein iPhone 6 Plus (64 GB) gegönnt habe (nicht, weil ich unbedingt musste, sondern vielmehr, weil ich wollte #mangönntsichjasonstnichts), hatte ich zuvor noch kein iPhone und muss sagen, dass es wohl ein großer Fehler war erst jetzt umzusteigen. Es hätte mir soooo viele Ärgernisse und frustrierende Momente erspart. Mein iPhone ist mit Abstand das zuverlässigste Handy, das ich bisher hatte, gefolgt von Sony. In früheren Zeiten hatte ich Handys von Samsung, HTC, Siemens, Sony, Nokia und keines kommt an mein iPhone. Es ist kinderleicht zu bedienen (was mich zu Beginn irritierte, weil es wirklich von 3-Jährigen bedient werden könnte), hing in der ganzen Zeit nur ein Mal kurz, läuft einwandfrei und schnell. Auf dieses Handy ist Verlass und im Moment kann ich nur eines sagen: Niemals wieder ein anderes. Die Kamera kann natürlich nicht mit meinem vorherigen Handy mithalten (HTC One M8), aber sie sind dennoch schick und gutes Licht ist bekanntlich die Hauptvoraussetzung.

6. Denkst du, dass zwischen Bloggern/Instagrammern ein Konkurrenzkampf läuft? Wie gehst du damit um, wenn ja?
Auf jeden Fall und ich denke, dass jeder, der etwas anderes behauptet, lügt. Ganz einfach. Denn das kann man nicht übersehen.
Natürlich gibt es nicht zwischen jedem Blogger/YouTuber/Instagrammer Konkurrenzkämpfe, nicht jeder ist auf Ruhm und Reichtum aus. Nicht jeder fährt die Ellbogen aus und stürzt sich ins Getummel und selbstverständlich ist nicht jeder ein ich-kratze-dir-die-Augen-aus-Blogger, der niemandem etwas gönnt und alle um sich herum fallen sehen möchte. Aber man merkt definitiv, dass es solche Personen gibt und begegnet immer wieder jenen, bei denen gilt: Hauptsache ICH. Ich. Ich. Ich. Ich. Ich.
Sprich: Neid und Egoismus pur.
Klar, jeder möchte vom leckeren Kuchen naschen und sich ein bisschen für zu Hause einpacken. Auch ich möchte meine Statistik in die Höhe treiben, Follower gewinnen. Es macht mehr Spaß, wenn man mehr Leute erreicht, die Feedback geben, Beiträge liken und vielleicht sogar teilen. Vernetzen ist super, sehr wichtig und hat mir schon auf meinem alten Blog unheimlich viel Spaß bereitet. Neue Blogger kennenzulernen und gemeinsame Projekte zu starten macht eine Menge Spaß. Es ist außerdem ein tolles, erwärmendes Gefühl zu wissen, dass man gesehen wird und man Nachrichten wie „Hey, dein neuer Beitrag ist echt gut! Ich freue mich auf den nächsten!“ erhält. Dies ist sozusagen meine Motivation.

7. Wozu nutzt du Social-Media-Plattformen?
Früher habe ich sie genutzt, um meinen Lieblingsstars zu folgen und ihnen auf diese Art und Weise „nahe“ zu sein. Zu der Zeit habe ich auch damit begonnen mich für Webdesign zu interessieren, erstellte Support Pages für sie und entdeckte das Bloggen für mich. Später vernetzte ich mich nebenbei mit Freunden aus dem Real Life und mit den „coolen Kids“ aus der Gegend. Und, ganz wichtig: Um „herumzustalken“. Das FBI war nichts im Vergleich zu mir, hahaha. 😂
Heutzutage nutze ich sie um mein Business zu promoten und (allgemein ausgedrückt) zur Informationsbeschaffung bezüglich Themen, die mich interessieren. Sei es Make-up, einem neuen Release oder, oder, oder. Aber auch einfach, um mir die Zeit zu vertreiben und zu entspannen. Ich schaue mit schicke Bilder an, klicke mich durch Videos, lasse mich inspirieren und versuche Motivation zu finden, wenn ich in einem Tief zu ertrinken drohe.

8. Welche Inhalte verfolgst du auf Social-Media-Plattformen?
Überwiegend Inhalte von alternativen Personen aus Subkulturen. Fotografen, Models, Bands, Maler, Tätowierer, Beautyseiten und Co., aber auch Reiseblogger, Fashionblogger und spirituelles. Bunt gemischt und doch alles überwiegend etwas düsterer. 😄

Ich hoffe euch hat auch dieser Post zur Blogparade gut gefallen und freue mich auf die nächste Runde. Habt einen schönen Tag. x

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